...eine Initiative von Elmar Cùs























































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Kaufkraft

Kaufkraftschöpfung – ein zäher Begriff

Obwohl der Begriff „Kaufkraftschöpfung“ den meisten wirtschaftlich interessierten nicht unbekannt sein wird, ist es kein sehr häufig verwendetes Wort – zumindest wenn man die Trefferhäufigkeit in einer der beliebtesten Suchmaschinen als Maßstab ansetzt. Da wird man Worte wie „Geldschöpfung“ gut und gerne 100 mal so häufig finden, oder den Wortstamm „Kaufkraft“ alleine gar 1000 mal so oft.

„Kaufkraft“ scheint also in aller Munde zu sein. Ja wer kennt sie nicht, die alljährliche Diskussion während der Tarifverhandlungen? Tja, das ist nichts für Weicheier – da wird mit harten Bandagen gekämpft. Es geht um viel, es versteht sich also von selbst, dass von beiden Seiten nur echte Profis an den Verhandlungstisch entsandt werden. Und die wissen natürlich genau, welche Geschütze der jeweils andere auffahren wird und haben die passenden Gegenargumente schon griffbereit im Ärmel.

Eines dieser Geschütze seitens der Industriellen sind Arbeitsplätze, die in die Waagschale geworfen werden: „Höhere Löhne führen unweigerlich zum Abbau von Arbeitsplätzen!“
Das ist ein wahrhaft gewichtiges Argumente, weil die Logik dahinter bestechend ist: Höhere Löhne erhöhen die Ausgaben des Unternehmers. Dadurch werden seine Gewinnaussichten wiederum magerer. Da ist es nur logisch, dass er sich überlegt, ob er die Arbeit nicht lieber von Maschinen machen lässt. Oder ob er seine Sachen packt und ins Ausland geht, wo die Leute noch dankbar sind, wenn man ihnen Arbeit gibt, statt „die Hand zu beißen, die sie füttert“, indem sie immer unverschämtere Lohnerhöhungen fordern.
Abgesehen von der zynischen Ausschmückung, die ich mir erlaubt habe, ist die Argumentation aus betriebswirtschaftlicher Sicht wasserdicht.

Dem nun Paroli zu bieten, ist für die Gewerkschaft nun alles andere als ein Kinderspiel – so möchte man wohl meinen.
Doch ganz so leicht geben sich die Fürsprecher des „kleinen Mannes“ auch nicht geschlagen: Wer BWL sät, wird VWL ernten. Schnell ist das passende Argument aus dem Ärmel gezogen: „Höhere Löhne bedeuten auch höhere Kaufkraft!“
Der private Konsum steht auf dem Spiel. Und so sollte dem Unternehmer auch klar sein, dass nicht nur steigende Ausgaben seine Gewinnaussichten schmälern, sondern auch sinkender Absatz.
Solche volkswirtschaftliche Denkweisen sind aber nicht jedermanns Sache. Mancher Normalbürger könnte da schon dazu neigen, das Argument sinkender Kaufkraft als konstruiert oder zumindest als sehr theoretisch ansehen.
Formuliert man die Idee dahinter aber wie schon Henry Ford so erfrischend originell auf den Punkt brachte: „Autos kaufen keine Autos!“ – dann versteht wohl jeder die Botschaft.

Es prallen hier nicht nur Argumente aufeinander, sondern auch Weltanschauungen. Wer von beiden hat denn nun aber recht? Sind niedrige Löhne wirklich zur Rettung von Arbeitsplätzen geeignet oder bewirken hohe Löhne durch gesteigerte Kaufkraft eine Belebung des privaten Konsums und somit einen allgemeinen Wirtschaftsaufschwung, der auch zu steigender Beschäftigung führt?

Wie bereits gesagt, das Argument der Wirtschaftsbosse ist aus betriebswirtschaftlicher Sichtweise absolut wasserdicht und sachlich auch nicht als unwahr bezeichenbar. Was aber sagt die Volkswirtschaftsleere dazu? Und welche von beiden Sichtweisen ist überhaupt die richtige? Es drängt sich ja nun wohl die Vermutung auf, dass nicht beide Argumentationsweisen gleichzeitig wahr sein können. Und doch können sie es. Aber das eben nur bedingt. Weil eben das Argument jener, die auf eine volkswirtschaftlich positive Wirkung einer durch höher Löhne steigenden Kaufkraft setzen, sehr wohl richtig, nicht aber wasserdicht ist.

Was ist denn überhaupt „steigende Kaufkraft“? Da muss man eben wieder unterscheiden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht (also quasi aus egoistischer Sicht) stellt z.B. eine Lohnerhöhung eines Arbeiters um 10% natürlich eine Steigerung seiner persönlichen Kaufkraft. Will man also das volkswirtschaftliche Argument der Kaufkraftsteigerung tatsächlich geltend machen, so muss man auch die Wirkung einer Lohnerhöhung auf die volkswirtschaftliche Kaufkraft – also auf die Gesamtkaufkraft der Bürger und des Staates betrachten. Und nicht nur die Wirkung auf die Kaufkraft derer, von der Lohnerhöhung betroffenen Arbeiter.
Diese volkswirtschaftliche Auswirkung kann nun aber nicht eindeutig festgelegt werden. Denn solche Lohnerhöhungen können ja nicht „bei ansonsten unveränderten Bedingungen“ oder wie die Fachleute gerne auf Latein mit „cet. par.“ anmerken.
Denn irgendwo her muss ja das zusätzliche Geld kommen, dass die Arbeiter erhalten. Und wenn das Geld nicht aus dem Ausland kommt oder vom Firmenchef selbst im Hinterzimmer gedruckt wird, hat also erfolgter Lohnerhöhung irgendwer in der Volkswirtschaft am ende um genau den gleichen Betrag weniger in der Tasche, den die Mitarbeiter unseres großzügigen Unternehmers mehr als vorher haben.
Es bleibt zunächst also die volkswirtschaftliche Veränderung der Kaufkraft (=Gesamtkaufkraft) gänzlich unverändert.
Ist nun das Argument der Gewerkschafter somit eine Lüge? Oder zumindest eine Art „Taschenspielertrick“? Nein, nicht unbedingt. Denn wenn – wie wir gesehen haben – Lohnerhöhungen auch unmittelbar keine Steigerung der Kaufkraft darstellen, so heißt das nicht, dass sie wirkungslos sind.
Denn wenn die Arbeiter mehr Lohn bekommen, so muss entweder der Unternehmer sich mit weniger Gewinn zufrieden geben, oder er muss die Preise seiner Produkte erhöhen. Es kann ihm aber auch passieren, dass er die Preise erhöht und sein Gewinn trotzdem zurückgeht, weil die höheren Preise je nach Marktlage den Umsatz zurückgehen oder gar einbrechen lassen.

1.) Hatte der Unternehmer bisher hohe Gewinne und nimmt er die Lohnerhöhungen in Kauf, ohne die Preise zu erhöhen, so findet eine Umverteilung vom Unternehmer zu den Arbeitnehmern statt. Da ein wohlhabender Unternehmer üblicherweise eine höhere Sparquote hat (also einen höheren Anteil seines Einkommens spart, statt ihn zu verkonsumieren), so wird eine solche Umverteilung zwar nicht die eigentliche Gesamtkaufkraft, wohl aber den privaten Konsum ankurbeln und solchermaßen die Konjunktur positiv beeinflussen. Dies könnte in weiterer Folge dann zu neuen Arbeitsplätzen und tatsächlich auch zu einer Steigerung der Gesamtkaufkraft führen.

2.) Erhöht der Unternehmer aber seine Preise, um seine Mehrkosten zu kompensieren, so muss man eigentlich mit einem Umsatzrückgang rechnen. Stellen wir uns aber zunächst vor, das Produkt des Unternehmers ist so unentbehrlich, dass er seine Produkte in unveränderter Menge absetzen kann. Da müssen wir uns überlegen, woher die Kunden das zusätzliche Geld nehmen. Wenn sie die Teuerung auf Kosten ihrer Ersparnisse kompensieren und nicht ihren Konsum bei anderen Produkten einschränken, so bleibt die Menge der konsumierten Güter im Land konstant, wenn auch zu höheren Preisen. Wir erleben also eine Inflation. Weil wir die Geldmenge aber als konstant annehmen, stellt sich die Frage, wie dies möglich ist: Gleichbleibende Gütermenge (die auch tatsächlich gekauft wird) und gleichbleibende Geldmenge – und trotzdem Inflation?
Die Erklärung ist aber recht einfach: Wir hatten ja vorausgesetzt, dass die Konsumenten die Preissteigerung aus ihren Ersparnissen finanzieren. Das aber bewirkt, dass langfristig gebundenes Geld (nämlich die Ersparnisse) in kurzfristig verfügbares (also zum Verkonsumieren) umgewandelt wird. Dies ist in gewisser Hinsicht ganz ähnlich, wie wenn der Staat neues Geld in Umlauf bringt. Denn langfristig gebundenes Geld hat keine Kaufkraft im eigentlichen Sinne. Mit Geld, das man nicht auszugeben bereit ist (das man also als gebunden ansieht), kann man nichts kaufen. Kaufkraft erlangt Geld erst durch die Bereitschaft, es auszugeben. In unserem Fall aber haben wir eine Teuerung erlebt. Das bedeutet, dass die Kaufkraft der bisher in Umlauf befindlichen Geldmenge abgenommen hat. Durch Einbringen neuer Geldmengen aus den Ersparnissen wird die umlaufende Geldmenge erhöht, und die Gesamtkaufkraft bleibt bei gleichbleibender Gütermenge und gleichbleibenden Konsum, jedoch bei erhöhter Geldmenge und erhöhten Preisen unverändert. D.h. die neue, höhere in Umlauf befindliche Geldmenge hat die gleiche Kaufkraft bei den neuen höheren Preisen, wie die frühere, kleiner Geldmenge bei niedrigeren Preisen hatte.
Im Grunde bleibt alles zusammen ein Nullsummenspiel. Es ändern sich nur die Zahlen auf den Preisschildern und die Geldmengen, die in Sparstrümpfen vor sich hin modern.

3.) Hatte der Unternehmer bisher keine allzu großen Gewinne und rutscht er durch die Lohnerhöhungen „ins Minus“, oder übertreibt er seine Preiserhöhungen und vergrault die Kunden nachhaltig, sodass ihm in weiterer Folge der Umsatz einbricht, er ins Minus rutscht und den Betrieb zusperren muss, so werden wohl auch Arbeitsplätze vernichtet werden.
Danach haben weder der Unternehmer ein Einkommen, noch seine ehemaligen Mitarbeiter. Wenn es nun das Unternehmen nicht mehr gibt und keine Produkte erzeugt und auf den Markt wirft, bleibt natürlich den Konsumenten das Geld, dass sie für seine Produkte ausgegeben hätten, zunächst übrig.
Aber irgendjemand muss ja nun doch die Arbeitslosen finanzieren, wenn die nicht verhungern sollen und vor allem auch der Umsatz der übrigen Produzenten nicht um die Höhe ihrer bisherigen Löhne zurückgehen soll.
Der Staat wird die Steuern oder Sozialabgaben der anderen Bürger erhöhen müssen und den Arbeitslosen einen Unterhalt gewähren müssen.
Die Geldmenge bleibt also konstant und wird nur umverteilt. Heißt das, dass die Gesamtkaufkraft auch unverändert bleibt? Nein, denn der selben Geldmenge steht nun eine geringere Gütermenge gegenüber. Die Güter, die der Unternehmer früher produziert hatte kommen nun nicht mehr auf den Markt. Wenn aber weniger Produkte angeboten werden, so steigen die Preise. Das Volk kann auch wenn es das ganze Geld ausgibt, im Endeffekt weniger konsumieren, weil einfach weniger produziert wird. Die Kaufkraft der Geldmenge sinkt also.

4.) Stellen wir uns noch ein ganz spezielles Szenario vor: Der Unternehmer hebt seine Preise an, seine Verkaufszahlen gehen zwar zurück, aber über die höheren Preise kann er seinen Umsatz halten. Die Geldmenge, die er also einnimmt bleibt gleich, er muss dafür aber weniger produzieren. Durch die geringere Produktionsmenge kann es nun sein, dass er weniger Arbeiter benötigt. Denkbar wäre es sogar, dass er durch Abbau von Mitarbeitern, genau soviel die Lohnerhöhungen kompensieren kann und die Lohnsumme für die verringerte Belegschaft trotz Lohnerhöhung nicht steigt und er damit auch keine Gewinneinbußen hat.
Wenn der Umsatz des Unternehmers gleich bleibt, bedeutet das, dass die Konsumenten zwar weniger Produkte von ihm kaufen, wegen der höheren Preise aber gleich viel Geld dafür ausgeben. Das wiederum bedeutet, dass sie weder ihren Konsum an anderen Gütern einschränken, noch ihre Ersparnisse angreifen müssen.
Was ist aber mit unseren neuen Arbeitslosen? Die haben vorerst kein Geld und können daher auch nichts konsumieren. Die anderen Mitarbeiter unseres Unternehmers haben in Summe bei unserer Annahme genau soviel Lohn bekommen, wie vorher zusammen mit den nun arbeitslosen. Wir hatten ja angenommen, dass die Lohnsumme konstant geblieben ist.
Sie können nun durch zusätzlichen Konsum den Kaufkraftverlust der Arbeitslosen kompensieren oder durch ihr zusätzliches Einkommen die ehemaligen Kollegen finanzieren.
Aber wie auch immer das Geld umverteilt wird. Die Summe der produzierten Waren nimmt um die weniger verkaufte Stückzahl unseres Produzenten ab.
Die Kaufkraft nimmt der in Umlauf befindlichen Geldmenge nimmt daher ab.

Ich habe nun also 4 verschiedene Szenarien rund um eine Lohnerhöhung in einem Betrieb oder einer Branche „konstruiert“. Man könnte sich vermutlich noch eine ganze Reihe solcher Szenarien ausdenken, die alle ein wenig unterschiedliche Auswirkungen auf Kaufkraft, Konsum und Beschäftigung haben. Manche werden realistischer sein als andere, manche vielleicht völlig absurd aber dennoch theoretisch möglich. Und man könnte sich dann wohl endlos eben darüber streiten, welches der Szenarien wohl am repräsentativsten ist und daher zur Beurteilung der volkswirtschaftlichen Sinnhaftigkeit von Lohnerhöhungen am besten geeignet ist.

Doch darum geht es mir nicht. Das halte ich für wenig sinnvoll, weil ich mir nicht denken kann, dass man auf diese Weise dem Ziel näher kommt, zu verstehen, ob Lohnerhöhungen zur Erhöhung der volkswirtschaftlichen Gesamtkaufkraft führen oder nicht.

Viel leichter kann man diese Frage nämlich beantworten, wenn man das Pferd verkehrt herum aufzäumt. Fragen wir nicht, ob Lohnerhöhungen eine Kaufkraftsteigerung hervorrufen, sondern fragen wir, welche Ursachen Kaufkraftsteigerungen haben können und dann erst prüfen wir, ob sich unter diesen Ursachen auch Lohnerhöhungen befinden.

Wenn wir nun unsere vier Beispiele betrachten, dann könnte uns folgendes auffallen:

Das erste Beispiel ist geprägt von einer reinen Umverteilung einer Geldmenge aus dem langfristig gebundenen Geld des Unternehmers hin zu den Arbeitern und Konsumenten.
Wir haben festgestellt, dass dies zwar nicht unmittelbar eine Erhöhung der Kaufkraft darstellt, wohl aber die Nachfrage im Bereich des privaten Konsums steigern könnte und in weiterer Folge die Schaffung neuer Arbeitsplätze und dann auch zur Kaufkraftsteigerung führen würde.

Das zweite Beispiel ist geprägt von einem reinen Nullsummenspiel, wo mit den Löhnen in gleichem Maß die Preise steigen und wo die Preissteigerungen durch Einbringung neuer Geldmengen in den Umlauf abgefangen werden. Wir haben festgestellt, dass die Gesamtkaufkraft, Gütermenge und der Konsum unverändert bleiben. Wir haben also eine quasi „ideale“ Inflation. Eine reine Veränderung der Preise bei unveränderter Realwirtschaft. Nominelles Wachstum und Inflationsrate sind ident. Das Realwachstum beläuft sich auf Null.

Beispiel Nummer drei zeigt ebenfalls ein Inflationsszenario, dass aber nicht durch Erhöhung der Geldmenge charakterisiert ist, sondern durch eine verringerte Gütermenge – also durch „negatives Realwachstum“ bei gleichbleibender Geldmenge bewirkt wird. Auch wenn also die Geldmenge gleich bleibt und umgesetzt wird, so geht die produzierte und konsumierte Gütermenge zurück. Inflation und negatives Realwachstum ergeben zusammen ein nominelles Wachstum von Null.


Beispiel Nummer vier schließlich ist nur ein Sonderfall von Nr. drei, der zeigen soll, wie diffizil und unauffällig sich eine negatives Realwachstum einschleichen kann, wenn langsam und stillschweigend Arbeitsplätze abgebaut werden.
(Anmerkung: Man könnte natürlich auch ein Szenario entwickeln, wo der Unternehmer durch Investitionen in Maschinen die Produktionsmenge und Preis beibehalten kann. Dies würde uns aber zwingen, den Investitionsgütermarkt mit zu beobachten, was zwar durchaus interessant sein könnte, im Moment aber den Rahmen der Diskussion unnötig ausweiten würde).

Alle drei bzw. vier Szenarien zeigen uns folgendes:
Die volkswirtschaftliche Gesamtkaufkraft ist eine reine Funktion der realen Konsumgüterproduktion bzw. der erbrachten Dienstleistungen, die nachgefragt werden.
Die Umverteilung von Geldmengen oder auch die Ausweitung von Geldmengen hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Kaufkraft.
Auch, wenn wie beim ersten Beispiel eine Umverteilung der Geldmenge von Sparvermögen der Reichen zu den Arbeitnehmern stattfindet, so verändert dies zunächst nicht die Kaufkraft.
Es würde zunächst zwar sehr wahrscheinlich eine erhöhte Nachfrage (weil die Arbeitnehmer eher zu Konsum neigen als eben der Unternehmer) bewirken.
Die Umverteilung von Geldmengen aus dem Sparvermögen des Unternehmers stellt im Grunde nichts anderes dar, als das Opfern der Sparschweine in Beispiel Nr. zwei.
Vorher gebundenes Geld wird in Umlauf gebracht, sodass es nachfragewirksam wird. Die Geldmenge im Umlauf wird also erhöht. Erhöhte Nachfrage kann Inflation oder Wachstum bewirken. In der Praxis tritt wohl meist beides zu einem gewissen Teil ein. Wenn der Absatz steigt, wird sowohl die Produktion erhöht als auch die Preise angehoben.

FAZIT:

Wir dürfen uns in einer komplexen Wirtschaft nicht durch das Beobachten von Geldströmen irritieren lassen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht liegt man immer auf der sichereren Seite, wenn man realwirtschaftliche Prozesse beobachtet. Jede monetäre Aktion (z.B. Einführung von Mindestlöhnen, Erhöhung der Tariflöhne, Änderung von Steuergesetzen, etc.) hat als unmittelbare Wirkung nur eine umverteilende Wirkung. Erst in weiterer Folge kann sich ein realwirtschaftlicher Effekt daraus entwickeln. Und dieser realwirtschaftliche Effekt hängt einzig und allein von den Motivationskomponenten, die sich daraus ergeben:
Werden Unternehmer zu Steigerung von Produktion oder Qualität motiviert, und werden Arbeiter zur höherer Leistung motiviert.
Selbstverständlich haben gerade in westlich orientierten Wirtschaftssystemen monetäre Aktionen, also praktisch alle wirtschaftspolitischen Instrumente und fiskalen Maßnahmen Auswirkungen auf die Motivation von Unternehmern und Arbeitern.
Diese sind allerdings oft derart komplex, dass sie einerseits schwer beurteilbar sind, und andererseits sich durch gegensätzliche Wirkungskomponenten auch weitgehend neutralisieren können.
Wenn aber eine wirtschaftspolitische Maßnahme weitgehend eindeutig zu verstärktem unternehmerischem Engagement und Einsatz von Arbeitskräften führt, so wird sie auch zur Konjunkturbelebung führen.



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